European Centre for Clinical Social Work

Pauls, H. (3. Auflage 2013). Klinische Sozialarbeit - Grundlagen und Methoden psychosozialer Behandlung

AutorInnen:

Prof. Dr. Helmut Pauls

Expertisen:

Psychotherapie Sozialtherapie Kinder-, Jugend- und Familienhilfen Rehabilitation Beratung Diagnostik & Evaluation/ Qualitätsmanagement Theoretische Grundlagen Klinischer Sozialarbeit

Bibliographische Angabe:

Pauls, H. (2013): Pauls, H. (3. Auflage 2013). Klinische Sozialarbeit - Grundlagen und Methoden psychosozialer Behandlung. 3. Aufl. Weinheim/München: Juventa.

Die Klinische Sozialarbeit hat seit der Erstauflage dieses Buches im deutschsprachigen Raum eine erfreuliche Entwicklung genommen. An Hochschulen, in der Berufpraxis, bei Trägern und Einrichtungen, im Rahmen von Veröffentlichungen und Forschungsprojekten und auch auf verbandlicher und institutioneller Ebene gibt es inzwischen viele Fachkräfte, die sich mit dieser Fachsozialarbeit befassen und sie vertreten. Der seit 2001 an der Hochschule Coburg laufende berufsbegleitende Masterstudiengang Klinische Sozialarbeit, der seit 2003 in Kooperation mit der Alice-Salomon Hochschule Berlin durchgeführt und weiter entwickelt wird, steht inzwischen in einer Reihe von vergleichbaren Studiengängen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch Bachelor-Profile wenden sich klinischen Spezialisierungen zu. Auch in konsekutiven Masterstudiengängen hat die Klinische Sozialarbeit Fuß gefasst, so z. B. als Vertiefung im konse-kutiven Masterstudiengang Soziale Arbeit in Coburg. Diese erfreulichen Entwicklungen der Klinischen Sozialarbeit dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass der Weg der Profession nach wie vor auch mühsam und offen ist. Die Bemühungen um die Weiterentwicklung unterlagen in den vergangenen Jahren immer wieder einem situationsbedingten Ungleichgewicht, in dem die professionsbezogenen Aspekte der Auseinandersetzungen die fachliche Entwicklung in den Hintergrund zu drängen drohten. Auch in dieser zweiten überarbeiteten und ergänzten Auflage konzentriere ich mich konsequent auf die inhaltliche Entwicklung in Theorie und Methodik. Im Fokus der Überarbeitung standen eine teilweise Neustrukturierung des Textes, die Aktualisierung der Fachliteratur sowie zahlreiche inhaltliche Ergänzungen und Veränderungen. Unter anderen betreffen diese Überarbeitungen die Themenbereiche der Geschichte der Klinischen Sozialarbeit, der bio-psycho-sozialen Integration, der Dimensionen psycho-sozialer Beratung und Behandlung (Setting und Aufgabenorientierung), der psycho-sozialen Diagnostik (Ergänzungen und Neustrukturierung des Kapitels), der psycho-sozialen Beratung (Erweiterung um bestimmte Ansätze), der Sozialen Therapie (spezifische Erweiterungen), der Rolle der Psychotherapie (u. a. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie).

Rezension 1

Rezension 2

Inhalt

1. Unterwegs zur klinischen Fachsozialarbeit 9

1.1 Klinische Sozialarbeit und ihre Nachbargebiete 18

1.2 Klinische Sozialarbeiterinnen als Wissenschaftliche Praktiker 23

2. Synopse theoretischer Grundlagen 30 2.1 Bio-psycho-soziale Zusammenhänge 30 2.1.1 Biologische Perspektive und psycho-soziale Personalität 33 2.1.2 Bio-psycho-soziale Behandlungsebenen 2.2 Sozialität und Entwicklung im Lebenslauf 54 2.2.1 Die Entwicklung des Selbst-in-der-Welt 62 2.3 Die Person-in-der-Situation 62 2.4 Gesundheit und Krankheit 70 2.4.1 Psycho-soziale Orientierung bei Gesundheit und Krankheit 92 2.5 Psycho-soziale Belastung und Soziale Unterstützung 70 2.5.1 Soziale Unterstützung als Stressmoderator 78 2.6 Ein integratives bio-psycho-soziales Modell der Bewältigung von Belastungen 106 2.7 Überlegungen zu einer Sozial-Pathologie

3. Therapeutische Grundrichtungen psycho-sozialer Fallarbeit 122 3.1 Zur Rolle der Psychotherapie 122 3.2 Schulenübergreifende Perspektiven und ein allgemeines Modell 133 3.3 Unspezifische Wirkfaktoren 145 3.4 Therapeutische Grundrichtungen 151 3.4.1 Die tiefenpsychologische Perspektive 151 3.4.2 Die verhaltenstherapeutische Perspektive 161 3.4.3 Die erfahrungstherapeutische Perspektive 169

4. Psycho-soziale Behandlung 175 4.1 Bestimmungsstücke psycho-sozialer Beratung und Intervention 197 4.1.1 Allgemeine Definition klinisch-sozialarbeiterischer Beratung und Behandlung 180 4.1.2 Setting, Beziehung und Aufgabenbearbeitung (task) 181 4.1.3 Grundformen psycho-sozialer Intervention 189 4.2 Psycho-soziale Diagnostik 197 4.2.1 Formen klinischer Diagnostik 201 4.2.2 Koordinaten psycho-sozialer Diagnostik 203 4.2.3 Ebenen der Abklärung und diagnostische Schlüsselfragen 209 4.2.4 Situationsorientierte Belastungsdiagnostik 213 4.2.5 Netzwerk- und familienorientierte Diagnostik 218 4.2.6 Zielbestimmung und Zielerreichung: die Zielerreichungsanalyse 224 4.2.7 Klassifikation von Störungen 228 4.2.8 Befund und Diagnose im Rahmen des „Contracting“ 240 4.2.9 Zusammenfassung: Psycho-soziale Mehrebenen- Diagnostik im Überblick 250 4.3 Psycho-soziale Beratung 253 4.3.1 Spezielle Aspekte und Inhalte der Beratung 260 4.3.2 Der Personzentrierte Ansatz nach Carl R. Rogers 264 4.3.3 Die systemisch-familientherapeutische Beratung 279 4.4 Soziale Therapie 288 4.4.1 Situations- und regelorientierte sozialtherapeutische Intervention 297 4.4.2 Sozialtherapeutische Behandlung psychisch Kranker 299 4.4.3 Klientenzentrierte Sozialtherapie 305 4.4.4 Verhaltenstherapeutische Sozialtherapie 309 4.4.5 Anmerkung zur Pharmakotherapie 313 4.5 Soziale Unterstützung, Netzwerksarbeit, klinisches Case-Management 314 4.6 Psycho-soziale Rehabilitation 324 4.6.1 Rehabilitation in Arbeit und Beruf 327 4.6.2 Medizinische und Soziale Rehabilitation 328 4.6.3 Der gemeindepsychiatrische Verbund 331 4.6.4 Neuere Entwicklungen 334 4.6.5 Anhörigenarbeit und Psychoedukation 336 4.6.6 Klinische Sozialarbeit im Krankenhaus 342 4.7 Krisenintervention 347 4.8 Veränderungsfördernde und -hemmende Faktoren 364

5. Ein erfahrungsorientiertes Konzept klinischer Fallarbeit 368 5.1 Integrativ-erfahrungsorientierte Vorgehensweisen 369 5.1.1 Kontakt und Beziehung eingehen 369 5.1.2 Aufbau eines strukturgebenden Behandlungssettings, Involvierung, Diagnostik und ggf. Krisenintervention 371 5.1.3 Kompetenzförderung und Ressourcenaktivierung 373 5.1.4 Aktive Hilfe geben, erste Erfolge erreichen 374 5.1.5 Ermöglichung emotionaler Entlastung im Rahmen der therapeutischen Beziehung 374 5.1.6 Würde achten und Selbstwert fördern; Respekt 377 5.1.7 Verstehend-erklärender Umgang mit Symptomen 379 5.1.8 Aktivierung und Rücknahme sozialer Unterstützung 379 5.1.9 Ablösung 380

Abschließende Bemerkung 382 Literatur 384 Sachregister Personenregister

Leseprobe