Carl of Papers: Entwicklungen und Trends in der Klinischen Sozialarbeit

Die Zeitschrift „Klinische Sozialarbeit – Zeitschrift für Psychosoziale Praxis und Forschung“ wird im Heft 1/2023 den Schwerpunkt „Aktuelle Entwicklungen und Trends in der Klinischen Sozialarbeit“ haben. Verantwortlich für die Schwerpunktausgabe sind Ingo Müller-Baron und Prof. Dr. Yvonne Kahl. Das geplante Heft möchte mit Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis aktuelle Diskurse der klinischen Sozialarbeit abbilden, um zu zeigen, welche zentralen Themenbereiche die Disziplin und Profession umtreiben.

Wesentliche Fragen, die mit dem Heft aufgegriffen werden sollen sind:

  • In welchen Arbeitsbereichen gibt es fundierte Implementierungen von klinischer Sozialarbeit und wie kennzeichnet sich die Handlungspraxis in Abgrenzung von einer allgemeinen Ausrichtung Sozialer Arbeit und anderen Berufsgruppen (Psycholog:innen, Pflegekräften, Psychotherapeut:innen, Mediziner:innen)?
  • In welchen Arbeitsbereichen ist eine Implementierung aufgrund spezifischer Versorgungserfordernisse besonders angezeigt?
  • Was ist der weiter bestehende Mehrwert der Interventionen klinischer Sozialarbeit gegenüber Interventionen von Psychotherapie, Pflege und Medizin, die (u.a. durch Modelle Integrierter Versorgung) zunehmend darum bemüht sind, stärker in der Lebenswelt der Menschen zu agieren?  Wie gestaltet sich erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit in Organisationen mit nicht-klinischen Sozialarbeiterinnen und anderen Berufsgruppen?
  • Ist klinische Sozialarbeit in ihrer Bedeutung für die Praxis gefährdet? Wie steht es um das Renommee der klinischen Sozialarbeit und welche Schritte sind zur Anerkennung erforderlich?
  • Welche Kritikpunkte an der derzeitigen Konzeption und Umsetzung der klinischen Sozialarbeit gibt es bzw. welche Entwicklungen sind kritisch zu sehen? Was sind Lösungsansätze?
  • Wie kann klinische Sozialarbeit den strukturellen Ursachen von Behinderung, Benachteiligung und Erkrankung hinreichend im Sinne der Adressat:innen begegnen? Welche Verfahren und Methoden sind notwendig?
  • Wie gelingt es vor dem Hintergrund aktueller Finanzierungswege (u.a durch das BTHG), dass klinische Sozialarbeit ihre praktische Tätigkeit ganzheitlich über die Einzelfallebene hinaus am damit verbundenen Sozialraum ausrichtet? Welche Instrumente und Verfahren benötigt sie dafür; welche organisationalen Anforderungen gilt es hierfür zu erfüllen?

Das Heft dient der Weiterführung des im Heft 3/2020 angestoßenen Diskurses (insbesondere Beitrag von Dieter Röh „Klinische Sozialarbeit 2020 – Wo stehen wir“), in dem ein Rückblick auf 15 Jahre Klinische Sozialarbeit vorgenommen wurde (Online verfügbar hier).

In der Zeitschrift werden grundsätzlich „theoretische, empirische, konzeptionelle und praxeologische Beiträge berücksichtigt, die einen direkten Bezug zur Klinischen Sozialarbeit aufweisen oder diesen herzustellen vermögen“ (Selbstverständnis der „Klinischen Sozialarbeit“). Mehr unter Informationen finden Sie hier.

Interessierte Autor:innen reichen bitte bis 30. April 2022 ein Abstract (max ½ Seite) über den geplanten Beitrag ein; die Redaktion entscheidet über die grundlegende Annahme und bitten dann die Autor:innen den Beitrag zu verfassen. Der Beitrag muss – unter Achtung der Autorinnen-Richtlinien – bis 15. Septembern 2022 eingereicht sein. Anschließend erfolgt eine Rückmeldephase durch die Herausgeber:innen, nach der ggf. Überarbeitungen durch die Autor:innen erfolgen. Erscheinungsdatum ist der 01. Januar 2023.Bitte senden Sie das Abstract an: kahl@fliedner-fachhochschule.de oder ingo.mueller-baron@dvsg.org.