Motzek-Öz, Sina

Dr. Sina Motzek-Öz

Geb. 1986 in Bünde. Ich habe Soziale Arbeit in Köln (B.A.) und Bielefeld (M.A.) studiert und war in der ambulanten Eingliederungshilfe für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen tätig. 2016 habe ich an der Universität Kassel mit einer Untersuchung von Handlungsmacht in den Biographien von Migrantinnen aus der Türkei, die an depressiven Beschwerden leiden, promoviert. Seitdem war ich an der Universität Kassel am Institut für Sozialwesen als Lehrkraft für besondere Aufgaben tätig. 2020 habe ich den Ruf auf die Professur für Klinische Sozialarbeit mit Schwerpunkt Teilhabe und Intervention an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel erhalten.

Schwerpunktthemen: Meine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind u.a. psychosoziale Dimensionen von Migration und Flucht, subjektive Gesundheitstheorien, intersektionale Öffnungsprozesse in der Sozialen Arbeit, professionelles Fallverstehen und Empowerment. Während in den letzten Jahren vor allem die Themen Migration, Familie und Geschlecht im Vordergrund standen, wende ich mich aktuell wieder stärker der klinischen Sozialen Arbeit und Fragen professionellen Handelns zu.

Was bedeutet das ECCSW für mich? Im Unterstützerkreis des ECCSW möchte ich zur Professionalisierung klinischer und gesundheitsbezogener Sozialen Arbeit beitragen und mich in diesem Feld (neu) vernetzen. Dabei ist mir wichtig, in Praxis, Forschung und Lehre ein Bewusstsein für gesellschaftliche Diversität zu entwickeln und neben gesundheitlichen Ungleichheiten auch Kategorien wie unter anderem soziale/ethnische Herkunft und Geschlecht in den Blick zu nehmen. Multiprofessioneller und auch internationaler/europäischer Austausch können hier wichtige Beiträge leisten. Insbesondere für letzteres stellt das ECCSW eine wichtige Plattform dar.