
Die Unterstützung von Selbsthilfe, Selbsthilfeinitiativen und -strukturen ist ein wichtiger Bestandteil der Klinischen Sozialarbeit sowie der Versorgung von psychosozial belasteten Menschen im Allgemeinen. Gerade vor dem Hintergrund von Empowerment-, Salutogenese-, Recovery-, Ressourcen- und Stärkenorientierung als grundlegende Gesundheits- und Krankheitsmodelle der Klinischen Sozialarbeit können sich die unterschiedlichen Formen von Selbsthilfe positiv auf die Gesundheits- und Lebenssituationen sowie auf die Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit von psychosozial belasteten Menschen und ihren Zu- und Angehörigen auswirken. Zudem hat in der psychosozialen Versorgung die aktive Einbeziehung von Erfahrungswissen unter anderem durch Selbsthilfeinitiativen, sozialpolitische Reformprozesse, Erkenntnisse aus der nutzer*innen und adressat*innenorientierten Forschung sowie durch die Etablierung von Peer-Support-Ansätzen in der Praxis in den letzten Jahren maßgeblich an Bedeutung gewonnen.
Bis heute wird das Thema Selbsthilfe in der Klinischen Sozialarbeit in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen fachlich, methodisch und praxisbezogen diskutiert. In den professionsbezogenen Diskursen kommt die Selbsthilfe aber bislang immer noch zu kurz. Aus diesem Grund setzt sich die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift Klinische Sozialarbeit mit den verschiedenen Formen der Auseinandersetzung und Bewältigung psychischer und sozialer Problemlagen auseinander, bei denen vorrangig keine professionelle Unterstützung umgesetzt wird.
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