Soziale Arbeit im Gesundheitswesen: Aufgaben und Potenziale

Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit findet in sämtlichen Handlungsfeldern der Gesundheitsversorgung statt (z. B. Kliniken, rehabilitative Maßnahmen oder in ambulanten Beratungsstellen). Dennoch spielt die Soziale Arbeit im Gesundheitswesen immer noch eine eher randständige Rolle. Durch ihre interdisziplinäre und multiperspektivische Ausrichtung mit dem Fokus zur Förderung sozialer Teilhabe und Selbststimmung sowie dem Fokus zur Gestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse leistet Soziale Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung. Das ARCHIV für Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit veröffentlichte diesen Monat ein Themenheft zur gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit. Im Rahmen des Themenheftes wird in verschiedenen Beiträgen das Potenzial der Sozialen Arbeit für das Gesundheitswesen sichtbar gemacht.

Hierzu geben unter anderem die Vorsitzenden der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen Stephan Dettmers, Elke Cosanne und Antje Liesener eine Einführung in die Geschichte der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen in Deutschland und beschreiben deren grundlegende Rolle zur Gesundheitsförderung. Im Kontext der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Bundesteilhabgesetz diskutieren die Mitglieder der Sektion Klinische Sozialarbeit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit Dieter Röh, Gülzade Düzgün-Suttner und Karsten Giertz die besondere Bedeutung der Klinischen Sozialarbeit in der Rehabilitation und Teilhabeförderung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Ingrid Hendlmeier und Martina Schäufele von der Hochschule Mannheim diskutieren die Rolle der Sozialen Arbeit in der demenzsensiblen stationären Versorgung. Auf den Einfluss und die Bedeutung der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe geht Mike Seckinger vom Deutschen Jugendinstitut e.V. im Kontext der SGB VIII-Reform ein. Das Verhältnis zwischen prekären Lebensbedingungen und Gesundheit thematisieren Sabine Bösing von der Bundesarbeitsgemeinschaft e.V., Daniela Radlbeck und Rolf Rosenbrock vom Paritätischen Wohlfahrtsverband am Beispiel der gesundheitlichen Versorgung von wohnungslosen Menschen. Zu guter Letzt werden niedrigschwellige Ansätze der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit für Menschen in prekären Lebenslagen vorgestellt wie die Clearingstelle für nicht krankenversicherte Menschen in Berlin oder dem Gesundheitskiosk in Hamburg.

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